Zurück zur Website

Gemeinsam sich verwirklichen - die grosse Chance der Jugendförderung

Philippe Kramer, 20

· Dii Basel

Kurze Zusammenfassung:

Die heutige Jugendförderung ist zaghaft: Viele Bedingungen, wenig Offensive, der Wert des Geldes liegt im Zentrum. Dabei sind Jugendprojekte eine kaum überschätzbare Chance: Junge Menschen können auf einem Gebiet, das sie fasziniert, mit Menschen, die sie schätzen und dabei Fähigkeiten lernen, die ihnen ein Leben lang weiterhelfen werden. Doch nur die wenigsten Jugendlichen sind Teil solcher Projekte. Deshalb braucht eine einen neuen Ansatz: Finanzielle Unterstützung ohne Hürden, Know-How-Austausch zwischen Projekten und vor allem: Jugendliche im Zentrum!

Die Forderung

Begründung/Analyse
 

Was ist das Rezept für ein glückliches Leben? Der kleinste gemeinsame Nenner lautet vielleicht: Etwas sinnvolles tun und sich dabei mit tollen Menschen umgeben. Die optimale Grundlage dafür ist, dass man sich selbst verwirklichen kann: in einem Bereich, den man liebt, mit Menschen, die man schätzt.

Doch wie schliesst man sich als junge Menschen zusammen, wenn das Hobby nichts mit Sport oder Musik zu tun hat? Während diese Bereiche stark gefördert werden, müssen Biologiebegeisterte, Modeinteressierte oder Journalismuslieberhaber*innen mit nur wenig Förderung auskommen.

Dabei können Jugendliche durch Projekte, die sie selber initiieren und die Themen behandeln, die ihnen wichtig sind, ihr Potential voll entfalten: Sich neue Fähigkeiten aneignen, Verantwortung übernehmen, sich mit gleichaltrigen austauschen und ein erstes Mal Berufsluft schnuppern.

Es ist Zeit, genau solche Projekte in den Fokus der Jugendförderung zu rücken. Denn heute haben wir haben dank einer digitalen Welt voller leicht zugänglichem Wissen über fast alles und WhatsApp und Co die Chance, ein glücklicheres, kompetenteres und sozialeres Basel schaffen.

Forderungen
 

1. Ein neuer Fördertopf

Neu soll es möglich sein Projekte, wie ein eigenes Mode-Label, einen Flohmarkt oder ein Podium mit Politiker*innen für eine Schülerzeitung zu finanzieren. Diese Finanzierung soll sehr einfach zugänglich und nur mit sehr kurzen Wartezeiten verbunden sein. Wichtig ist vor allem auch, dass Förderbeiträge nicht erfordern, dass lange Berichte vor, während oder nach dem Projekt verfasst werden müssen.

Neu soll es möglich sein. Projekte wie ein eigenes Mode-Label, einen Flohmarkt oder ein Podium mit Politiker*innen für eine Schülerzeitung zu finanzieren. Diese Finanzierung soll sehr einfach zugänglich und nur mit sehr kurzen Wartezeiten verbunden sein. Wichtig ist vor allem auch, dass Förderbeiträge nicht verlangen, dass lange Berichte vor, während oder nach dem Projekt verfasst werden müssen.

 

2. Eine Plattform
 

Doch oftmals sind die fehlenden Finanzen das Problem, sondern die fehlende Unterstützung der Projekte durch Gleichaltrige: Jugend-Projekte wie der Junge Rat, das Schülermagazin Quint und viele mehr sind immer auf der Suche nach gleichaltrigen Interessenten, die die Arbeit unterstützen.

Deshalb sollen auch Knotenpunkte geschaffen werden, in denen engagierte Schüler*innen sich treffen und auf unterschiedlichste Jugendprojekte stossen können. Diese könnten dank einer neuen Online-Plattform ermöglicht werden. Für eine erfolgreiche Schnittstelle ist es erforderlich, dass während des gesamten Aufbauprozesses der Plattform auch Jugendliche eingebunden werden, so dass wirklich ein Angebot von Jugendlichen für Jugendliche - ermöglicht durch den Kanton - entstehen kann.

Dieses Angebot ergibt nur Sinn, wenn es von Jugendlichen geschätzt wird und Beliebtheit geniesst!

3. Know-How
 

Zuletzt sollte engagierten Jugendlichen das notwendige Wissen für die Realisierung eines Projektes zur Verfügung gestellt werden. So wäre es zum Beispiel spannend zu lernen, wie man Vereine gründet, als Team zusammenarbeitet, Gönner findet, eine Webseite kreiirt, Social Media Werbung gestaltet, Projekte budgetiert, ein Bankkonto eröffnet/führt, Gesuche an Stiftungen (o. Ä.) stellt und vieles mehr, was zur Realisierung eines Projektes wichtig ist.

Auch sollte eine Liste entstehen, in der die bereits existierenden Förderangebote schnell ersichtlich und filterbar dargestellt werden, so dass sich Projekte auf diese Weise weitere Finanzierung suchen können. Gleichzeitig braucht es eine Übersicht weiterer Jugendprojekte, damit sich diese gegenseitig unterstützen können.
 

3 + 1. Bonus: Ein Belohnungssystem
 

Dieses Engagement soll wertgeschätzt und gefördert werden - ein Belohnungssystem wäre eine bedenkenswerte Option. So sollte jede Person, die erfolgreich bei einem Projekt mitgearbeitet hat, dies auch bei der Jobsuche ausweisen können, insbesondere die neu erlernten Fähigkeiten!

Die Teilnahme über längere Zeit oder die Mitgliedschaft, in diesem Förderangebot könnte mit weiteren spannenden Anreizen verbunden werden, wie zum Beispiel Sommerlagern, Expert*innen-Vorträgen, Interrail-Tickets, vergünstigte Eintritte zu Anlässen etc.

Zielgruppe
 

Jugendliche zwischen 16 und 22 im Kanton Basel-Stadt.

Die Folge
 

Die direkte Folge dieses Vorstosses wäre eine glücklichere Generation. Zugegeben, das ist ein grosses Versprechen, doch ich bin überzeugt. Denn wer sich in seinem Leben leidenschaftlich für etwas einsetzen kann und sieht, dass man etwas bewirken kann, lernt wichtige Lektionen für sein Leben. So wird Unternehmertum gefördert, den Mut zur Innovation unterstützt und Werkzeuge für erfolgreiche Projektarbeit angeeignet.

Doch auch zwischenmenschlich ist der Effekt kaum zu überschätzen: Die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt schweisst Menschen aus verschiedenen Kulturen, mit unterschiedlichen politischen Einstellungen zusammen. Beteiligte müssen sich darin üben, mit Andersdenkenden umzugehen und als Team zu funktionieren. Dafür müssen Jugendliche Verantwortung übernehmen und Eigeninitiative übernehmen. Gleichzeitig bauen sich Jugendliche dadurch ein Netz von Freund*innen auf, die - besonders in Zeiten, in denen Einsamkeit ein immer bedeutenderes Phänomen ist - entscheidend für das soziale Glück einer Person verantwortlich sein können.

Die Schweiz, eine Nation voller Vereine, ist auf ehrenamtliches Engagement angewiesen - doch dieses nimmt laut aktuellen Studien ab. Es ist Zeit, die Jugendförderung neu zu durchdenken, so dass sich Jugendliche frei verwirklichen können!

Alle Beiträge
×

Fast fertig…

Wir senden Ihnen nur eine E-Mail. Bitte klicken Sie auf den Link in der E-Mail-Abonnements zu bestätigen!

okay